Etappe2
 
 
 
 
 
Landeck - St.Anton am Arlberg – Verwalltal – Heilbronner Hütte – Galtür – Ischgl – Fimbertal – Bodenalpe

75 Kilometer - 2227 Höhenmeter

bisher gesamt 160 Kilometer - 3294 Höhenmeter

Montag, 24.08.09

2. Tag – Flora, Fauna, Murmeltiere, bizzare Landschaften, Tragepassagen, Traumabfahrten und ein steiler Schlussanstieg

Bei warmen und sonnigem Wetter starteten wir von Landeck aus in Richtung St. Anton am Arlberg.

Zuvor standen wir noch Model in unseren Weizenbikertrikos für einen Internetauftritt des Hotels Mozart.

Freundlich vom Hotelier verabschiedet rollten wir mit flottem Tempo nach St. Anton. Immer schön ansteigend ließen die Schweißperlen nicht lange auf sich warten. In St. Anton angekommen war es zwischenzeitlich sehr warm geworden und wir könnten uns eine Verschnaufpause. Neben einer Bananenration wurden am Brunnen auch die Flaschen wieder aufgefüllt.

Mit einem giftigen Anstieg verließen wir den Ort und fuhren zum Hotel Moserkreuz, von wo aus die Einfahrt ins Verwalltal erfolgte.

Bemerkenswert war wieder mal, dass Dieter selbst bei diesem steilen Anstieg auf dem mittleren Blatt fuhr (Großblattfahrer….), so auch im weiteren Tourverlauf.

Es war ein traumhaftes Einfahren in das wunderschöne Verwalltal und immer wieder faszinierten uns Fauna und Flora, herrlich blühende Weidenrösschen an einem kleinen klaren Teich und am Bachlauf,  sowie die umliegenden Berge. Mit mehr oder weniger heftigen Steigungen schraubten wir uns immer weiter hoch. Bald hatten wir die Baumgrenze erreicht und hinter der Konstanzer Hütte tat sich eine bizarre Hochgebirgswelt auf.

Am Rande blühte der dunkellilafarbene Bergeisenhut und dazu pfiffen die Murmeltiere.

Chris, der zuvor noch nie in freier Wildbahn ein Murmeltier zu Gesicht bekommen hatte, wurde von einem Jungmurmeltier überrascht, dass sich vor sein Bike warf und flugs das Weite suchte und einen verdatterten Chris zurückließ.

Der Weg wurde immer ruppiger und war bald auch nicht mehr fahrbar. Der Trail führte uns steil bergauf und wir durften unsere geliebten Bikes eine voll Stunde tragen. Und das auf einem Steig, der schon ohne Fahrrad mit Stöcken schwer zu begehen ist.

Unser geliebter Freund Thomas P., der leider aus urlaubstechnischen Gründen nicht mit von der Partie war, hätte hier seine wahre Freude gehabt und seine Begehrlichkeiten ausleben können.

(Vermutlich hätte er Reiner wieder dafür verantwortlich gemacht).

Der Anstieg war schon heftig und machte uns ganz schön zu schaffen. Daniel hatte wohl doch noch sehr viel Luft, da er in der Lage war, mit einer mitgeführten Trillerpfeife,in bester Flicmanier den Bike- bzw. Kuhrverkehr zu regeln.

Endlich waren wir bei den Scheidseeen angekommen und gönnten uns bei Rigatoni und Germknödel eine Pause auf der Heilbronner Hütte.

Bekannt waren wir hier auch schon, da es sich schon bis zur Heilbronner Hütte herumgesprochen hatte, dass wir trotz unserer körperlichen Höchstleistungen dem Genuss des Gerstensaftes nicht abgeneigt waren.

Wie schon gesagt: „Wer es sich erlauben kann“.

In der Folge hatten wir eine berauschende lange Abfahrt auf Schotter und in direktem Anschluss eine richtig giftige steile Rampe hoch zum Kloppsee.

Danach fuhren wir hinunter nach Galtür im Paznautal. Es war eine äußerst schnelle Abfahrt, die aber immer wieder mit Rücksichtnahme auf Wanderer unterbrochen werden musste.

Zum krönenden Abschluss mussten wir dann kurz vor Ischgl, nach dem wir zum Entzücken von Dieter einen zauberhaften Märchenwald durchquert hatten,  den Wegabzweig ins Fimbertal nehmen, denn Endstation der 2. Etappe war die Bodenalp.

Jetzt, zum Schluss, tat es noch einmal weh, da wir am Stück nochmal 500 Höhenmeter bewältigen mussten und der durchweg befahrbare Weg sich äußerst steil und fast ohne Kehren präsentierte.

Die ein oder andere Kuh blockierte schon mal unserer Auffahrt und es gab gefährliche Spritzer, wenn sich dann auch noch ein Kuhmagen entleerte, begleitet von einem wunderbaren Duftaroma.

Jeder suchte seinen Tritt und gemeinsam liefen wir bei der Bodenalp ein. Dort erwartete uns schon Thomas, was sehr beglückend für uns war, im Übrigen jeden Tag aufs Neue, da wir wussten, für heute war es wieder mal geschafft.

Es waren schon viele Mountainbiker an der Hütte und wieder wurden wir kritisch beäugt, nachdem sich alle zuerst einmal ein Weizen gönnten.

Auch an diesem Abend hatten wir viel viel Spaß, der aber abrupt um 22:00 Uhr beendet wurde, da es kein Bier mehr gab und wir quasi von der Wirtin ins Bett geschickt wurden.

Die Unterkunft und das Essen waren soweit in Ordnung. Nicht schön war aber, dass wieder mal das 3. zugestellte Bett eigentlich eine Zumutung war und Chris sich vermutlich besser auf den Boden gelegt hätte.

Bilder Chris Bilder Daniel Bilder Werner Bilder Klaus Bilder Thomas
         
Höhenprofil/Karte