7 Etappe
   
 
 
 
 

Madonna di Campiglio - Val d'Agola - Passo Bregn de l'Ors - Val d'Algone - Stenico - Villa Banale - Sarche - Arco - Torbole

72 Kilometer   -   889 Höhenmeter

Alpencross Gesamt:      486 Kilometer   -   11774 Höhenmeter

Samstag, 29.08.09

7. Tag – Ein letzter Pass, Gewitterregen, Canyons und la dolce Vita

Irgendwie fiel das Aufstehen an diesem Tag leichter, da wir wussten, dass nur noch knapp 80 km und ca. 1000 hm zu bewältigen waren. Der Gardasee war zum Greifen nahe und es lag im Vergleich zu den bislang gefahrenen Etappen eine moderate Tour vor uns.

In bester Stimmung machten wir uns über ein wirklich reichhaltiges Frühstücksbuffet her und machten uns startklar.

Bei bewölktem Himmel rollten wir aus Madonna hinaus in Richtung Rifugium Vallesinella und bewunderten den dortigen eindrucksvollen Wasserfall.

Um doch noch etwas mehr Höhenmeter als geplant zu fahren, fuhren wir zuerst einmal einen schönen Schotterweg bergab um danach wieder aufwärts zurück zum Wasserfall (grins).

Hier fanden wir den Einstieg in einen schwierigen Trail, den auch nur die wenigsten komplett fahren konnten. Der Trail war tückisch und wurde für einen unserer Meisterfahrer zum Verhängnis.

Ein bebender Einschlag, war vermutlich im Talgrund noch wahrzunehmen, und ein arg geschundener menschlicher Körper waren die Folge. Nach den ersten Schrecksekunden stellte sich allerdings heraus, dass ein Weiterfahren, wenn auch unter Schmerzen, doch noch möglich war.

Nachdem der Körper verarztet und die umherliegenden Utensilien eingesammelt waren, konnten wir zum Glück unsere Tour fortsetzen.

Wir fuhren jetzt doch etwas verhaltener und riskierten keine unnötigen Einlagen mehr, schließlich wollten wir alle am Gardasee ankommen.

Nach einigen Kilometern Waldweg kam dann der Anstieg zum Val d`Agola bis hin zum Bärenpass.

Bis zu dem kleinen Bergsee, umrahmt von einer traumhaften Bergkulisse, war der Schotterweg fahrbar. Nach einer kurzen Rast am See mussten wir allerdings unsere Bikes wieder mal einige Zeit hoch schieben, bzw. tragen. Aber das machte uns überhaupt nichts mehr aus.

Sorge bereitete uns aber die mittlerweile dichte Bewölkung und ein herannahendes Gewitter. Das anfängliche Tröpfeln wuchs sich schließlich zu einem heftigen Gewitterregen aus, was uns schließlich von einem Verweilen auf dem letzten Gipfel vor dem Gardasee abhielt. Soweit vorhanden, wurde Regenkleidung übergezogen und wir machten uns an die lange und nasse Abfahrt hinunter nach Stenico.

Besonders einem Mitfahrer dürfte die Abfahrt besonders in Erinnerung bleiben, da er in gutem Glauben an die Wettervorhersage des Hoteliers überhaupt keine zusätzlichen Kleidungsstücke mitgenommen hatte und bibbernd die Abfahrt bewältigen musste. Überhaupt hatte es uns an diesem letzten Tag doch noch wettermäßig richtig erwischt, denn es regnete so stark, dass wir alle durchnässt waren und uns sogar kurzfristig in Folge Starkregens unterstellen mussten.

Aber es hellte bald wieder auf und die Sonne zeigte sich. Bei Erreichen der Asphaltstr. am Rifugiro Brenta erwärmten uns die Sonnenstrahlen und alsbald trocknete die warme Luft unsere durchnässten Klamotten während der Abfahrt.

Wärme und ein südliche Vegetation begrüßten uns bei Stenico. Von oben sahen wir die Hochebene, die uns hin zum Gardasee führen sollte.

Doch zuerst befuhren wir die Ponte Sarcastraße.

Die Tunnel umfahren wir auf der alten Sarca-Straße, die hoch an dem Canyon zwischen Ponte Arche und Sarche sich an den Felsen vorbei schlängelt. Eine gigantische Kulisse. Es ist, als wäre die Zeit stehen geblieben und die Natur erorbert sich die alte Straße wieder zurück. So bleibt oft nur ein schmaler Pfad zum Fahren, Wurzeln brechen den Asphalt auf und links und rechts des Weges flitzen die Eidechsen an den Mauersteinen entlang.

Tief unten leuchtet der smaragdgrüne Fluss zu uns herauf und wir sind äußerst beeindruckt.

Locker lassen wir die Bikes bis hinunter an die Sarca rollen und biegen auf einen Radweg ab, der neben der Sarca durch die fruchtbare Ebene, die sich bis zum Gardasee erstreckt.

Links und rechts begleiten uns Olivenhaine, Kiwiplantagen und Weinplantagen. Der warme Wind tut ein übriges und so geben wir bald Vollgas. Es war die pure Freude durch die Plantagen zu fliegen. Gekrönt noch mit einem steinigen Trail (wer es braucht) führte uns der Weg immer weiter nach Süden dem Gardasee entgegen. Ab Arco rollten wir ganz entspannt dem Gardasee entgegen.

In Torbole angekommen steuerten wir sofort den Strand an und beendeten unsere Transalp am dortigen Strandcafe.

Glücklich, aber irgendwie noch nicht richtig fassbar, ließen wir uns an einem Rundtisch nieder und machten auf Weizenbiker.

Geschafft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Bilder Chris Bilder Daniel Bilder Werner   Bilder Klaus  
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