Eines vorweg, eine geniale Streckenführung, die Warndtbiker zeigten wieder mal daß sie gorsses Kino zeigen können.
Treffpunkt war um 9 Uhr in Geislautern, Dieter, Daniel und Christoph fanden sich pünklich ein. Die Bikes startklar gemacht, das Startgeld bezahlt, die Rücksäcke aufgeschnallt und los ging es bei kühlen Temperaturen, es war so um die 13 Grad kühl. Doch wir sollten schon bald ins schwitzen kommen. Zuerst ging es über enge Gassen aus Geislautern hinaus um gleich in den Wald einzusteigen und auch sofort ging es berghoch. Wir hatten gerade mal 8 Kilometer hinter uns gebracht und der Blick auf die gesammelten Höhenmeter verriet, wir waren bereits 375 Meter hochgeklettert. Christoph war wohl heute morgen nicht so gut aus den Federn gekommen und kroch nur mühselig die Berge hoch.
Die Trails waren lecker, erste Sahne kann ich da nur sagen, immer wieder wurden wir von den breiten Waldautobahnen auf schmale Pfade entführt die jedoch teilweise berghoch führten und der noch vom Regen feuchte Untergrund tat ein weiteres dass die Berge schwerer zu treten waren als sonst.
Nun stand ein schöner Downhill an, von einem Trail kommend kam nach einer Linkskurve sofort der recht steile Downhill. Christoph betätigte seine Vario Sattelstütze, geile Nummer lach, und fuhr an Daniel und Dieter vorbei die noch dabei waren den Downhill zu begutachten. Da schon viele Fahrer den Downhill gemeistert hatten war mittlerweile eine schöne tiefe Rille in den Abhang gefahren worden, egal, das Vorderrad hinein und runter gings. Auf halber Strecke standen zwei Fahrer die wohl gefallen waren, Christoph versuchte ihnen auszuweichen und verklemmte dabei sein Vorderrad in der Rille was zur Folge hatte, dass er mal sauber über den Lenker nach vorne absteigen musste.
Ein "netter Blick" an die beiden Biker die eigentlich die Strecke schon schneller hätten freigeben können und sich etwas seitlicher hinstellen können, und im gleichen Moment schoss Daniel an uns vorbei, er hatte die Rasenvariante gewählt und fuhr nicht durch die Rille, Christoph setzte im nach. unten angekommen warteten wir auf Dieter der irgendwie ob auf der Höhe verschollen war, zwei Minuten später kam er dann herunter und im unterren Bereich des Downhills war er recht flott unterwegs, was wohl an seinem schweren Rucksack lag, grins, dazu später allerdings noch mehr.
Weiter gings dann wieder über Pfade und geile Trails. In der vier Stunden die wir unterwegs waren sahen wir nur Wald, Wald und nochmals Wald, ab und wann überquerten wir eine Strasse, das war es aber auch was wir von der Zivilation zu sehen bekamen.
nach ca. 20 Kilometern erreichten wir den ersten Verpflegungspunkt in Grossrosseln am Sportplatz, dort gab es echt leckere Brötchen, Bananen, Äpfel und sonst feine Häppchen.
Es schmeckte uns so lecker dass wir recht lange Pause machten, Christoph alleine aß drei Bananenstücke, 5 Kornbrötchen mit leckerem Streichkäse oder was da auch immer drauf war und vergriff sich auch an den restlichen Leckerein. Während wir so aßen begutachten wir die Bikes die so darum standen, eines fiel besonders in Auge, es war wenn ich micht erinnere ein Ghost aus Carbon und der Fahrer schien grossen Wert auf möglichst wenig Gewicht zu legen, eine Satteltasche hatte es nicht, der Ersatzschlauch war mit Gummi an der Carbonsattelstrebe festgemacht und der Sattel sah aus wie ein Stück dünnes Plastik. Später am Wagen trafen wir den Fahrer mit dem Bike, wir fragten ihn dann wie man auf so einem Sattel ohne Bezug fahren könnte und wo man sowas eigentlich her bekommt. Er erklärte uns dass es eigentlich ein richtiger Sattel mit Polsterung ist aber er hätte die Polsterung aus Gewichtsgründen heruntergenommen. Sachen gibs .... grins, naja, muss ja jeder selbst sehen wie es seinem Allerwertesten geht ....
nach der Pause hatten wir eine schöne 4 Kilometerlange Abfahrt, im Affenzahn breschten wir den Berg hinunter, Dieter war sogar so frech und klimgelte als er den ein oder anderen Fahrer zur Seite bewegen wollte damit er vorbei ziehen konnte... äusserst provakant Herr Röhrig... ich lag hinten und als wir in einen engeren Trail mündeten musste ich einen Fahrer zwischen Daniel und Dieter lassen. Der vor mir fahrende war langsamer als meine zwei Mitstreiter sodass ich sie bald aus den Augen verlor, allerdings machte es mir nicht sehr viel aus, der Fahrer war nämlich eine Fahrerin....lach.
Unten angekommen warteten die beiden auf mich und weiter gings nun im schnellen Tempo. Anfanngs alc Christoph noch nicht so fit war wurden wir von einigen Fahrern überholt, nicht von vielen aber es waren doch ein paar... nun waren wir am Zuge und mit dem tempo dass wir nun an den Tag legten sahen und die anderen nur noch von hinten. Einen nach dem anderen, eine Gruppe nach der anderen wurde zum "Futter" wie wir das nannten, allerdings wurden wir wieder weit zurücl geworfen, auf einer Abfahrt auf einem breiten Waldweg flogen wir mit fast 50 Kilometer bergab, mitten im Weg lag plötzich ein kleiner Baumstamm, hüpf drüber, und weiter den Berg runter geschossen, unten angekommen waren überhaupt keine Hinweisschilder für die Strecke mehr zu sehen, wir überlegten kurz und Dieter meinte dass der querliegende Baumstamm vielleicht nicht umsonst auf dem Weg gelegen hat, wir kurbelten den Berg wieder hoch und er hatte recht, kurz vor dem kleinen Baumstamm war mit grüner Farbe die Strecke quasi blokiert und ein Pfeil wiess nach links in einen Trail, tja so kann es gehen wenn eine wilde Aufholjagd im hohen Tempo unternommen werden soll. Wir bogen auf den Trail ein, Dieter als letzter von uns dreien. nach ein paar hundert Meter hörten wir auf einmal eine Stimme hinter uns sagen "Fährst Du in Biwak"?????. Die Frage kam von einem unbekannten Biker und war an Dieter gerichtet der mit seinem riesigen Rucksack durch die Gegend fuhr als wollte er einen Alpencross fahren, lach. alle mussten lachen und im Laufe des Marathons wurde Dieter immer auf seinen Rucksack angesprochen. Als wir später bei Daniel zu hause waren erzählte uns Dieter was er alles so dabei hatte, zwei regenjacke, Regenhose, lange jcke, lange Hose, Neoprenüberzieher für die Schuhe, zwei Flaschen Getränke, Werkzeug und sonstiges.... einfach unglaublich, sein Rucksack hatte ungefähr 10 Kilo gewogen, Daniel meinte unterwegs auf der Strecke er hätte vielleicht noch einen Regenschirm und ein wasserdichtes Zelt dabei. Im Moment ist Dieter am überlegen ob er das nächste Mal einen Klappstuhl mitnehmen soll... Freunde: Das war jetzt ernst gemeint...
Langsam aber sicher näherten wir uns der zweiten Verpflegungstelle, fuhren immer noch ein hohes Tempo und nachdem wir uns ja verfahren hatten mussten wir wieder die gleichen Fahrer und Gruppen wie vorher überholen, manche schauten etwas verdutzt wo wir auf einmal wieder herkamen, weil überholt hatten sie uns ja nicht....
Am Verpflegungpunkt angekommen fielen wir wieder über die Leckerein her. Dieter hatte seinen Rücksack am Anfang noch auf dem Buckel und fiel auch wieder hier auf. Eine Gruppe flachste mit ihm rum, "Fährste einen Alpencross oder wie ..., hier handelte er sich auch den Spruch ein: "Eine Fahrradfahrende Schildkröte", was mich dazu bewegte ihm den Spitznamen Crush ja, das war die Schildkröte aus Findet Nemo die aber eigentlich Crush heisst um weitere Belehrungen von mir fern zu halten.
Nun hatten wir noch ca 17 Kilometer vor uns, an Höhenmeter konnte eigentlich nicht mehr viel kommen, wir hatten schon 1250 von ca. 1300 und irgendwas gesammelt, sodass wir noch mehr auf die Tube drückten.
kurz darauf sahen wir einen Fahrer vor uns der sich redlich mühte einen Anstieg hoch zu fahren, er hatte es eh schwer, schätzungsweise musste er ohne sein Bike ca. 100 Kg bewegen. Auf der Höhe angekommen vernahm er uns hinter sich und zog das Tempo an doch wir wollten ihn schnappen, auf einen langen Geraden war es dann soweit, wir fuhren auf und schickten uns an ihn zu überholen und just in dem Moment bog der Fahrer scharf rechts in einen Trail ab, Dieter der sich in dem Moment auf gleicher Höhe mit ihm befand bemekrte dass die Strecke wirklich über den Trail ging und bremste scharf ab, da wir in dem Moment gerade Windschatten gefahren waren, musste Daniel als zweiter auch sehr scharf bremsen, Christoph hatte es noch schwerer da er gerade im Begriff gewesen war nach seiner Wasserflasche zu greifen und konnte somit nur mit einer Handbremse und rutschte fast auf Dieter auf, Daniel hatte die Kurve noch bekommen, bekam aber sofort die Quittung, er musste durch einen tiefes riesiges Schlammloch fahren und dementsprechend sah er danach auch aus. Dieter und ich waren zu weit gerutscht und mussten wenden damit wir in den Trail einfahren konnten, der andere Fahrer hatte sich bereits 30 meter Vorsprung heraus gefahren, wir starteten wieder die Verfolgung und Daniel und ich wollten ihn am nächsten Anstieg schnappen. Als wir den Trail durchquert hatten ging es wieder auf einer Waldautobahn hinab und wir sahen schon in der Ferne den Anstieg, Daniel und ich schnappten uns zu und es war klar, dort sollte der Überholvorgang stattfinden und wir taktierten uns so dass wir in der Talsohle schon fast hinter dem Faher waren, dieter natürlich mit von der Partie, und ratz fatz waren wir auf seiner Höhe und schon fast an ihm vorbei als der Fahrer wiederum den besseren Riecher hatte und scharf nach rechts auf die richtige Strecke abbog, er hatte uns wieder gelinkt, lach. Wir mussten wieder drehen und wieder von vorne beginnen. Nach einigen Hundert Metern hatten wir ihn wieder erreicht. Es ging auf einem etwa 2 Meter breiten Trail bergauf und wir fuhren erst einmal eine Zeit hinter ihm her bis wir sicher waren dass die Strecke jeztzt keinen Links- oder Rechtsknick machte und im passenden Moment fuhren wir mit einem freundlichen Hallo an ihm vorbei und liessen ihn stehen. Eine Antwort auf unseren Gruss bekamen wir nicht, ich denke er wusste eh was wir vor hatten und eigentlich macht man sowas auch nicht, jemanden hetzen aber er ließ sich auch hetzten, das war sein Ffehler... sorry.
Es ging noch ein paar hundert Meter weiter berg hoch, die Strecke machte dann einen Linksknick und zum Vorschein kam eine "Kleine Wand", wir sahen uns an und sagten: Naja, was muss, muss und fuhren die Rampe hoch, kurz darauf fuhren wir in Geislautern ein, wurden noch über einen schönen Trail gelotst bevor wir wieder am Startpunkt ankamen.
Einge richtig geile MTB Strecke habt ihr uns da gezeigt, Danke an die Warndtbiker, klasse waren auch die Aufnahmen die ihr durch Profi machen liest. ich hatte sogar das Glück unter den BEST OF zu sein..... und konnte mein Bild schon am frühen Abend unter http://www.sportfotos24.com/bestof/875/
betrachten.
Geile Tour, anschliessend liessen wir uns das Essen sowie das Weizenbier schmecken, danach fuhren wir noch zu Daniel und Carmen. Carmen hatte Snacks vorbereitet, Weizen war auch kalt. Wir ließen die Tour Revue passieren, wechselten dann das Thema und haben noch gaaanz viel gelacht ..., über was??? Das bleibt unser Geheimnis, gelle
Achja, Bilder haben wir keine gemacht, kennen wir ja schon alles und ausserdem haben das die Profis übernommen. |