24.03.2011
   
 
 
 
 
Frühlingsgefühle und Übermut

Endlich ....

Heute war es 18 Grad und Sonnenschein pur. Wir trafen uns wie gewohnt um 17.30 Uhr beim Dieter. Tommi, Dieter, Günni, Klaus und Reiner schaffte es auch rechtzeitig aus Mainz zurück zu sein.

Man merkte gleich, jeder war guter Laune.... das einzige was mich irritierte war die noch halbvolle Becker Bierdose die vor Dieter Carport stand ..lach. Klar, da wurde gleich geflachst, wurde hier schon im Voraus gedopt??? Die hat wohl irgendeiner bei einem nächtlichen Gelage dort abgestellt.

Tommi war heute der Leader und führte die Truppe an, zuerst ging es in Richtung Heckendalheim, wir genossen die Sonne, manche hatten die kurzen Radhose an, manch einer fuhr sogar mit kurzem Trikot. Am Römerweg angekommen überquerten wir die Flughafenstrasse und fuhren einen Trail der uns auf den Höhenweg von Wittemann`s Steinbruch oberhalb vom Ensheimer Tal brachte ... Der Trail war fast trocken und auch hier merkte man den Übermut, Klaus flog voran gefolgt von Günni und Christoph, im rasanten Tempo ohne das einer zu Fall kam wurde der Trail geräubert .....Wir lachten uns gegenseitig an als wir ihn beendet hatten und warteten auf den Rest der Truppe. Weiter ging es hoch bis zum Staffelkopf überquerten wieder die Flughafenstrasse und fuhren erneut einen Trail. Der wurde mit noch mehr Power und noch mehr Risiko gefahren.... das hat wohl alles am Wetter gelegen. Auch der wurde unfallfrei beendet aber es sollte nicht so weiter gehen. Unterhalb des Trail sind wir dann einem „Weg“ bergab gefolgt. Den sind wir schon mal im Sommer gefahren und jeder hatte ihn noch wegen den Brenneselstichen in Gedanken. Am Anfang ging es noch im gemachen Tempo voran aber nach etwa 100 Meter zog Tommi das Tempo an, Klaus, Chris und Günni rauschten ihm hinterher. Man musste bei so einem kurzen Abstand auf den Vordermann höllisch aufpassen ..... andauernd warf der Vordermann Baumteil die auf dem Boden lagen hoch sodass man teilweise ausweichen musste. Kurz bevor der recht unwegsame Weg zu Ende war, setzte Klaus zum überholen an, drängte Tommi nach links ab, Chris folgte in der Spur von Klaus, Günni kam direkt hinter Chris hinterher gebrettert und nun nahm das Schicksal seinen Lauf ... Als Klaus unseren Tommi abgedrängte und dann wieder nach links einscherte sah Chris dann einen Baumstamm mit Ästen quer auf der Fahrbahn liegen, vielleicht noch 10 – 12 Meter vor ihm. Klaus drängte Tommi eigentlich nicht ab, nein er MUSSTE ja nach links zu Tommi ausweichen um nicht in den Baumstamm zu knallen, Chris musste eine Vollbremsung einleiten, das Hinterrad blockierte er, rutsche dann quer Richtung Baumstamm, kurz bevor er auf den Stamm zu prallen drohte öffnete er die Hinterbremse und konnte noch gerade so am Stamm vorbei huschen ... Seine Gedanken waren aber schon bei Günni, der war direkt hinter ihm und er konnte den Baum nicht gesehen haben, war viel zu kanpp und genau so war es .... Günni rauschte rein, und der unfall war perfekt... 50 Meter weiter hielten wir an und schauten uns um... Unser Günni lag etwas zerfetzt in der Nähe seines Bikes ..... aber Gott sei Dank, keine körperlichen Schäden ... wie auch, er war ja bekleidet wie ein Eishockeyspieler..... Hatte seine Knieschützer an als wüsste er was heute auf ihn zu kam. Okay, sein Bike war etwas demoliert, die Sattelstütze war lädiert, der Sattel hing schief und ohne Klemmung daran fest aber das Problem wurde auf anraten unseres Technikers Klaus gleich wieder behoben.

Es war ne heisse Kiste wie wir da runter gebrettert sind ... Weiter ging es dann ein Stück auf der Landstrasse entlang nach Oberwürzbach, dort bogen wir dann linker Hand in den Wald ab. Dort fuhren wir zuerst einen Trail bergauf bevor wir dann einen wunderschönen Höhenweg fuhren, der Weg war gute 2 Meter breit und man konnte ihn so richtig genussvoll treten ....Er sollte uns in Richtung Hassel führen... unterwegs sahen wir ein Reh das sich im Unterholz irgendwie verfangen hatte, wir hielten nicht grossartig an sondern fuhren gleich weiter damit das Reh sich vor Aufregung nicht unnötig verletzte .... Als wir später den gleichen Weg zurück kamen war das Reh auch wieder weg.

Nun ging es abwärts nach Hassel, ständig musste wir den Furchen, Wurzeln und was sonst noch so im Weg lag ausweichen. Unten angekommen fehlte Reiner und Dieter.... Wir warten einen Moment und Dieter kam angefahren. Reiner hatte seinen guten VDO Tacho auf dem holpastolpa Weg verloren und ist zurück gefahren um ihn zu suchen. Wir tatem dem gleich und fuhren den Weg langsam zurück und hielten die Augen offen aber es ihn zu finden hatten wir wenig Hoffnung, es lag einfach noch zuviel Lauf auf dem Boden. Langsam wurde es dunkel und wir setzten unsere Lampen auf. Kühler wurde es nun auch.

Irgendwann trafen wir dann Reiner und wir gaben die Suche auf, zumal es mittlerweile schon kurz vor halb acht war. Wir machten uns auf den Nachhauseweg und beschlossen den kürzesten Weg, über den Fuhrweg, Römerweg und am Flughafen vorbei zu fahren.

Fuhrweg: 18% Steigung, 1,4 Kilometer lang ... das reizt immer, das hat was ...

 

Vorne Tommi und Günni, 20, im 30 Meter Abstand dann Chris und Reiner ... Klaus hatte Probleme mit der Schaltung und wurde von Dieter begleitet.

Günni trat in die Pedale und zog an Tommi vorbei, ich unterhielt mich mit Reiner und meinte Neee, das halten die nicht lange durch... Tommi schnappt sich Günni ....aber wir wurden eines besseren belehrt, Günni heisst mit zweiten Vornamen ...Kampfsau ...lach, er zog davon, ich fuhr zu Tommi auf und hatte immer noch die Hoffnung im gemässigtem Tempo zu fahren und warten bis Günni müde wird und ihn dann noch zu einzuholen ... Doch er trat und trat in die Pedale, Meter um Meter näherte er sich dem Gipfel, er wurde einfach nicht müde und jetzt war es einfach zu spät für mich einen Spurt anzuziehen, ich hätte keine Chance gehabt .... Also oben ankam meinte er nur: Wo ward ihr denn??? Lach, als wir dann alle oben versammelt waren fuhren wir unserem Ziel weiter entgegen, bogen auf die Flughafenstrasse ein, rollten noch ein paar Meter gemütlich daher als plötzlich von hinten der Befehl kam: „Feuer frei“, Chris trat sofort an, Tommi und Klaus tatem dem gleich, man meinte wir würden auf der Startbahn stehen und zum Start ansetzen .... Chris gab nach ca. 300 Meter die Führung auf und liess Tommi nach vorne in den Wind, der schraubte das Tempo auf sein Maximum hoch und so flogen wir mit 55,9 Km an der Kreuzung vom Flughafen vorbei .... immer noch Tommi im Wind.... wenn man jetzt abreissen läst ...nein, man würde das nicht mehr zufahren können ... In der langgezogenen Rechtskurve liessen Tommi Kräfte nach und Klaus erlöste ihn, zog an ihm vorbei, ich hinterher und animierte Tommi in meinen Windschatten zu fahren was er dann auch tat.

 

Am Sportplatz angekommen wurde erstmal abgeklatscht und man wir standen zum ersten Mal beim ersten Getränk vor der Türe und mussten nicht wie üblich wegen der Kälte den Gastraum aufsuchen ... einfach herrlich....

 

Es war eine sehr schöne Tour, mir hat sie auf jedem Fall gefallen, Schade für Reiner dass er seinen Tacho verloren hatte, Schade für Tommi dass er seine Tour etwas umplanen musste.

 

Am kommenden Sonntag geht es ins benachbarte Frankreich, leckere Trails warten dort auf uns ....

Im Profili fehlen die letzten Kilometer der Heimfahrt