Vor ein paar Tagen ließ ich mich von Werner überreden die Tour 5 im Pfälzer Wald zu fahren. Laut GPS Daten die man sich auf http://www.mountainbikepark-pfaelzerwald.de/tour_5.php downloaden kann hat sie eine Gesamtlänge von 69,5 Kilometern und 1771 Höhenmetern.
Als ich heute Morgen nach dem gestrigen Grillfest die Augen um kurz vor sieben Uhr aufschlug war mein erster Gedanke: "Bleib einfach liegen und schlafe weiter", doch der Termin stand und ich quälte mich langsam aus dem Bett, zuerst mal zum Kaffeeautomaten, dann weiter ins Bad, kurz darauf kam auch im Spiegel ein Bild. Eigentlich wollte ich heute ja mein Wohnzimmer renovieren aber was sollte es.
Als wir dann so gegen 9 Uhr in Lamprecht eintrafen mussten wir uns erst einen Parkplatz suchen was sich als nicht ganz so leicht herausstellte, endlich hatten wir einen in der Nähe des Fußballlatzes gefunden und machten uns startklar. Es war frisch und es wehte ein kühler Wind. Wir schätzten die Temperatur so auf 5 Grad, keiner wollte auf das Thermometer schauen sonst hätten wir uns wahrscheinlich wieder in den Wagen gesetzt und nach Hause gefahren, lach. Bevor wir los düsten machten wir noch ein Schnäppchen und kauften für sage und schreibe nur 75 Cent einen Wurstweck, Werner kaufte noch ein paar Wiener, einen davon ließ er später in meinem Rucksack, den ich dann mal lecker zu Hause verspeiste. Die Reise konnte beginnen.
Lamprecht liegt auf 170 Meter Meereshöhe und es ging von Anfang an bergauf. Mit warm fahren war da nicht viel drin gewesen. Werner furh wie von der Tarantel gestochen los als wollte er irgendwann so gegen die Mittagszeit wieder zurück sein, ich hechelte dann mal hinterher.
Wir kamen zügig voran und hatten uns nach 13 Kilometer auf eine Höhe von 416 Meter vorgearbeitet bevor es über schöne Trails über Esthal weiter zum Naturfreundehaus in Elmstein ging. Die Trails waren klasse und wir fuhren die Dinger wie der Teufel, keine wollte da zurück stecken, Gas geben war angesagt, der Schutzengel hatte auch seine guten Tag und konnte uns bis auf ganz wenige Ausnahmen immer folgen, grins.
Eine Rast am Naturfreundehaus machten wir nicht, sondern fuhren gleich weiter weil wir Angst hatten kalt zu bekommen. Das Themometer war leider nicht wie erwartet gestiegen sondern eher gefallen. Nun folgte die längste Steigung für diesen Tag, von 220 Meter Seehöhe mussten wir zum höchsten Punkt der Tour auf 575 Meter Seehöhe, danach wieder herrlich zu fahrende Trails hinunter bis nach Speyerbrunn.
An dieser Stelle will ich mal anmerken dass die GPS Daten und die ausgeschliderte Strecke teilweise sehr weit von aneinder abwichen, wir folgen dann der Beschilderung und lagen weit neben den GPS Daten entfernt. Da sich die Strecken zum Johniskreutz und dem späteren Nachhauseweg sehr oft treffen war es nicht verwunderlich dass wir uns mal wieder in Spyerbrunn verfuhren und mal wieder nicht das Johniskreutz zu Gesicht bekommen. Werner meinte dann, wir starten das nächste Mal auf Johaniskreutz damit wir es wenigsten einmal sehen, der Schwerzkecks.
Wir folgten also ab sofort dem Nachhauseweg und kamen an einen Trail der bergauf sehr schwierig zu fahren war, wir kannten ihn aus dem vergangenen Jahr, und da wir sahen dass auch noch Bäume quer lagen beschlossen wir eine Ausweichroute zu fahren die uns später wieder auf die normale Route zurückbringen sollte.
Vielleicht sollte man die Route immer so fahren, wir fanden einen sehr schönen Trail auf dem man es so richtig krachen lassen konnte.
Kurz vor Elmstein tragen wir wieder auf die geplante Route und fuhren hinunter nach Elmstein, ein schöner Trail für uns zu einer Aussichtsplattform oberhalb von Elmstein. Wow, der war echt klasse, mit Spitzkehren, Stufen, Absätze alles so was das Herz begehrte aber wir mussten teuflich aufpassen dass wir bei unserem Höllentempo nicht die Kontrolle über das Bike verloren und sich der Schutzengel hinten am Bike noch festhalten konnte.
In Elmstein mussten wir auch wieder etwas nach unserer Route suchen, fanden sie und konnten im überwiegend flachen Gelände recht schnell fahren.
Vor uns lag nur noch ein Anstieg, der es allerdings in sich hattte und die letzten Meter mussten wir diesen schieben. Danach ging es in hohem Tempo weiter nach Lamprecht und auf zum letzten Trail, auf diesen freuten wir uns schon den ganzen Tag weil wir wussten, man konnte ihn richtig geniessen. Wir schossen den Trail hinunter, freuten uns wie kleine Kinder, das Adrenalin schoss in unsere Adern, klar denken war nicht mehr angesagt. Am Ende des Trails angekommen schossen wir auf einen Waldweg, keiner schaute auf sein Navi sondern wir traten gleich wieder feste in die Pedale. Dadurch fuhren wir noch einen kleinen Umweg und fuhren durch Frankeneck auf der Strasse zurück nach Lamprecht. Werner hatte Blut geleckt und gab alles, ich folgte ihm und fuhr sogar ein paar Meter in seinem Windschatten konnte ihm aber wenig Paroli bieten und musste mich am Ortseingang von Lamprecht geschlagen geben, was mich doch sehr fuchste, die Revanche kommt mein Freund und dann lass ich Dich im Regen stehen.
Fazit: Mit 68 gefahrenen Kilometern kann es kaum sein dass mit der Runde Johaniskreutz 69 Kilometer sein sollen, ich denke die Höhenmter 1771 stimmen dann wohl auch nicht ganz, wir hatten gefahrene 1600 Höhenmeter. Ich würde sagen die GPS-Daten ist mit den modernen Geräten die es heute gibt sehr verbesserungswürdig, egal, es hat einen RIESENSPASS gemacht und Trails in kilometerlänge lassen das Herz für unseren Alpencross höher schlagen.
Achja, Schreibfehler und schlechte Satzstellung dürft ihr gerne behalten!!!!! |