18.09.2010
   
 
 
 
 
Rodalben - ein Traumtrail

Rodalben ... klingt nicht nur fast wie Alpen, hat auch was davon. Noch nie hatte ich meine Dämpfung vier Stunden permanent offen. Lach, es war klasse. Pünktlich um 8 Uhr heute Morgen trafen sich Günni, Daniel und Christoph bei Tommi um nach Rodalben zu fahren. Dort parkten wir am Fussballstadion, machten unsere Bikes startklar und starten um kurz nach 9 Uhr bei kühlen Temperaturen um ca. 5 Grad. Der premierte Wanderweg Felsenpfad rund um Rodalben war unser Ziel. Wir fuhren hoch zur Hilschberghütte und kurz darauf fanden wir den Einstieg in den Felsenpfad und was uns dort erwartete war mehr als genial. Die Informationen die ich aus dem Internet hat sollten sich bestätigen. 95% der 47 Kilometer langen Strecke waren Singletrail pur.

Über endlose Trails fuhren wir vorbei an bizarren Felsformationen, hatten ab und wann herrliche Ausblicke auf Rodalben und surften diese flowigen Teile mit Genuss ab. Höhenmeter wurden auch gemacht, die wir am Anfang allerdings kaum spürten oder teilweise garnicht wahr nahmen weil das Glücksgefühl alles überwog. Wir hatten vier Stunden das Grinsen im Gesicht, Wahnsinn!!

Als wir die ersten Wanderer trafen und ich wohl schon zu überhöflich war meinte Günni ich sollte sie nicht noch unbedingt auf meinen Geburtstag einladen ... Wir haben auch sehr viel gelacht auf der Tour. Einen grossen Anteil daran hatte unser Tommi, der insgesamt drei Mal eine Erdprobe machte. Einmal hatte er nicht aufgepasst und ist im langsamen Tempo über den Lenker abgestiegen, das zweite Mal ist er ebenfalls über den Lenker abgestiegen, diesmal mit höherem Tempo und auf gerader Strecke, dabei hat er sich das Kinn aufgeschlagen, Schuld daran war dass er nicht nach vorne schaute sondern nach hinten um zu sehen wo Günni bleibt und just in dem Moment ein Stein auf den Trail sprang und ihm das Leben zu Hölle machte. Gott sei Dank ist nichts schlimmes passiert ... Der dritte Bodenkracher war der BESTE, lach, diesmal konnte ich es live mitansehen. ich war vorgefahren und wartete auf die drei, Tommi kam als letztes, und musste als die Daniel und Günni anhielten, scharf abbremsen und kam mit den Füssen nicht mehr aus den Klickis. Noch im Fallen kamen die Worte über seine Lippen: "Oh, Scheisse, nicht schon wieder", danach fiel er nach rechts um, dummerweise war wie fast überall auch hier ein Abhang, übersschlug sich seitlich mit seinem Bike, mache noch eine weitere Rolle und blieb dann liegen, da recht schnell klar war dass er keine Verletztungen hatte war das Gelächter recht gross, Tommi, es sah genial aus, echt.

auf den Bilder könnt ihr das Ergebnis sehen, grins.

Auf dem gesamten Trail musste man immer höllisch acht geben damit man die Spur hielt, über Stein sowie Wurzen kam, man durfte nicht zu langsam aber auch nicht zu schnell sein, hinter jeder Kurve konnte ein Fels, ein Baum oder sonst ein Hinderniss auftauchen.

Ab und wann trafen wir auch Wanderer, alle waren sehr nett und freundlich, tja... so wie es in den Wald schallt ......

Eigentlich hätte ich noch eine schöne Videosequenz wo ich über einen grossen Gelsen gefahren bin aber die hat unser Tommi ebenfalls in die Tonne getreten und hat die Aufnahme erst gestartet als ich neben ihm stand ... naja ... irgendwann fahren wir das Teil bestimmt noch einmal, dann holen wir das nach.

Nach einer Stunde Fahrzeit schauten wir auf den Tacho und mussten feststellen dass wir mal gerade 13 Kilometer abgerissen hatten, wir hatten einen 12er irgendwas Schnitt aber viel schneller konnte man die Trails kaum fahren, ab und wann fuhren wir mal mit fast 30 Sachen aber die meiste Zeit waren wir mit der Um- oder Überfahrung von Wurzen, Felsen, Treppen usw. beschäftigt. Nach fast zwei Stunden gönnten wir uns dann mal eine längere Pause, langsam wurde es auch etwas wärmer, schätze mal dass es im Wald so 12 bis 13 Grad war.

Hier trafen wir auch auf die ersten Biker die wir auf der Strecke sahen, eine grössere Gruppe die wir nun öfters trafen weil sie auch immer wieder anhielten um sich die Felsformationen anzusehen, Bilder zu machen oder einfach sich nur über den Trail zu unterhalten, sie hielten es wie wir.

Nach dem dritten Tommisturz hatten wir noch ca. 10 Kilometer zu bewältigen und langsam wurden Günni die Beine schwer, leider hatte er heute morgen nicht die übliche Anzahl seiner Frühstücksbrötchen gegessen, mormalerweise vernichtet er davon sechs an Zahl, einfach unglaublich aber wahr und wir machten maö öfters eine kleine Pause sodass er scih etwas erholgen konnte.

An einem Steilstück versuchte ich dann noch zu fahren wo andere schoben und machte ebenfalls fast mit dem Boden Bekannschaft. Gott sei Dank konnte ich das gerade so noch verhindern, ich wäre nämlich ein paar Meter in Richtung Rodalben abgestürzt und wäre auf jedem Fall zuerst unten gewesen... lach. das nächste Mal steige ich das glaube ich auch ab. 3 Kilometer vor Schluss hatten wir noch eine rauschende Abfahrt mit allem drin auf einen Trail gehört, Sprüngen, Baumstämmen, Felsen und Wurzeln, trotzdem bretterten wir das Ding so schnell runter sodass wir wohl irgendwo ein Wegweiser übersahen und wir vom Weg abkamen, aber das war jetzt auch egal, wir fuhren noch einen Kilometer und waren dann wieder am Startpunkt. Daniel und Günni blieben am Wagen und packten ihre Bike drauf, Tommi und ich fuhren noch hoch zum hilschberghaut und ätsch, wir haben die 1000 er Marke geknackt und haben es auf 1060 Hm gebracht, lach ihr beiden seit bei 994 Hm stehen gelblieben, muss jetzt lache.

Danni und Günni kamen mit dem Wagen nach, und auf der Terasse des Restaurants genossen wir mit herrlicher Aussicht auf Rodalben ein schönes kaltes Weizen

Für mich war es nach dem Alpencross das zweitschönste was ich bisher gefahren bin obwohl die Saarlandrundfahrt auch super war.

Wer aus dem Raum Kirkel kommt muss sich einfach nur vorstellen dass er den Tafelpfad und im Anschluss den Schmetterlingspfad einfach 3 mal fahren muss um das gleiche Erlebnis zu haben.

Geniale Tour