Heute kam einiges zusammen das ich euch erzählen möchte. Früh morgens, es war noch 28 Grad warm machte ich mich auf um die Königsetappe des Urlaubes zu fahren.
Es war schon am früh morgens ungewöhnlich wwindig als ich in Richtung Garriguella losfuhr, vom Wind getragen flog ich mit über 40 Sachen über Rabos in Richtung Espolla, dort bog ich dann von der hauptstrasse ab um über einsame schmale Teerwege den Col de Banyuls zu erklimmen. Leichter gesagt als getan, mittlerweile hatte ich 20 Kilometer auf dem Tacho und die Durchnittsgewschwindigkeit auf weit über 30 KmH hochgeschraubt, das sollte sich jetzt ändern. Der Col de Banyüls liegt zwar noch auf 352 Meereshöhe aber wenn man auf 14 Metern startet und immer wieder nach erklmmenen Höhenmeter eine kleine Abfahrt vorfindet kommt schon so einiges zusammen bis man oben an der Granze zu Frankreich angekommen ist.
Die Sonnte brannte jetzt schon gnadenlos auf den Asphalt und ich musste mit ständig den Schweiss aus den Augen reiben. Auf den kleinen Abfahrten waren immer wieder diese gefährliche Wasserrinnen, sie waren mit einem Gitter überdekt, doch die Roste waren soweit auseinander dass man Angst haben musste reinzufallen. Das erste Gitte übersah ich noch und bretterte mit über 60 kilometer darüber hinweg. Ich hatte Angst mir einen Platten eingefangen zu haben doch glücklicherweise hielten die Reifen stand. Ich fuhr bei den Abfahrten nun vorsichtiger und bremste vor den Rosten komplett ab sodass mein Renner keinen Schaden nehmen konnte.
Am Col de Banüls angekommen machte ich die erset grössere Pause. Wie ihr unschwer auf dem Bild erkennen könnt bin ich selbstverständlicherweise die Tour im Weizenbiker Shirt gefahre. Reiner würde sagen: Es ist mir eine Ehre und ehrlich gesagt war es auch so, es war mir eine Ehre unser Trikot an diesem Tag zu tragen.
Nun freute ich mich schon auf die Abfahrt vom Col aber was dann kam war alles andere als erfreulich. Auf zuerst sehr gutem neuem Teerbelag ging es rechtig steil den Berg hinunter, mit telweise über 20% Gefälle, es war ein Dauerbremsen ..... die Serpentinen waren so eng und steil dass ich die Kurven nur im Stehen fuhr und das Gewicht zudem hinter den Sattel verlagerte. Als auf einmal ein auto um die Kurve kam musste ich sehr stark abbremsen, das Hinterrad blokierte sofort ohne Gewicht und rutschte zur Seite weg. Glücklicherweise konnte ich einen Sturz abfangen und mich an dem Wagen vorbei quetschen.
Kurz vor Ende der Abfahrt kam mir ein Rennradfahrer entgegen, er kämpfte sich im Stehen die steilen Rampen hinauf, ich dachte noch DU arme Sau .....er hatte noch eine weite sehr steile Strecke vor sich ....
Nun war die steile Abfahrt zu Ende und scheinbar hat auch hier die Finanzkrise am Teerbelag genagt, die Strasse war in einem sehr schlechten Zustand, ich kam mir vor wie bei Roubaix - Paris. Es ist einfach unglaublich wie hier in Spanien und Frankreich doch so viele mit dem Renner unterwegs sind, scheinbar fahren die alle nur auf den breiten Schnellstrassen .... ich fuhr mit gemässigtem Tempo die leicht abfallende Strasse hinunter nach Banyuls sur Mer. ich kam so gegen 10 Uhr an und gerade begannen die Feierlichkeiten zu Ehren des 14. juli. Ein Kriegsboot ankerte vor der Küste und die Marinesoldaten standen Spalier und die Nationalhymne erklang. es war ein richtiges Treiben im ort. nach kurzer rast setzte ich meine tour fort, nun sollte es auf der küstenstrasse mit herrlcihen Ausblicken ins spanischeÖrtchen Portbou gehen. Vor mit lagen noch vier grössere Anstiege und ich fühlte mich noch ziemlich fit um diese zu meistern, doch es kam alles etwas anders als ich mir das vorstellte. Noch weit vor dem französichen Örtchen Cervera bliess mir der Wind kräftig ins Gesicht und mein Feinde waren nicht mehr die langen Anstiege sondern der kräftige Wind. Es ging immer wieder Anstiege hoch und auf den Abfahrten musste ich aufpassen nicht vom Rad gewehrt zu werden., Ich hatte ca. 50 Kilometer Wegstrecke hinter mir und wusste dass ich noch ca. 35 - 40 Kilometer vor mir hatte. Die Sonne schien mit aller Kraft auf den Asphalt und wärmte die ganze umgebung auf. Der Wind half etwas mit damit ich es nicht als so heiss empfand aber wegen dem starken Gegenwind machte ich mir Gedanken ob und wie lange ich das durchhalten würde. Endlich in Portbou ankommen machte ich erneut eine Pause und aß meine riegel und füllte miene Wasserflaschen auf. Vom Strand konnte ich schon die nächsten Serpentinen hoch oben in den Bergen sehen.
Also weiter ging es, so langsam musste ich mich die Berg hochquälen, fast in der Hälfte angekommen wollte ich durch den Tunnel fahren und mit so einige Höhenmeter sparen aber da kam mir der Tourbericht von demjenigen Fahrer der mir die GPS Daten auf GPS tour zur Verfügung gestellt hatte wieder in den Sinn "Tunnel ist für Weicheier"!!!!! Also entschloss ich mich auf diesen zu umfahren, genau in diesem Moment hörte ich einen weiteren Fahrer hinter mir, der an mich ranfuhr und mich kurz darauf langsam überholte, eigentlich wollte ich ihm nachsetzen aber dachte sogleich daran wieviel kraft mich das kosten würde welchen Heimweg ich noch vor mir hatte und natürlich an den verfluchten Gegenwind.... also ließ ich ziehen wenn auch nicht gerne. nach weiteren hundert Meter sah ich die Abzweigung zum tunnen und mein Gemüt erhllte sich wieder, der mich überholende Rennradfahrer, lach das Weichei... furh durch den Tunnel und mein ego war wieder oben auf.... Eben das Possitive aus dem Negativen ziehen.... eben moralischer Sieger...grins. Endlich kam ich in der Küstenstadt Llance an und wusste nur noch eine Steigung und danach vielleicht noch 15 Kilometer bis zum Urlaubsdomizil. Es waren nur 120 meter Höhenunterschied aber es wurde fast zu einem Alptraum. Der Wind frischte immer mehr auf und ich kämpfte gegen Steigung und Wind zusammen an, die letzten 20 höhenmeter zählte ich zusammen laut mit meinem navi runter und trieb mich selbst mit Rufen an um ja nicht abzusteigen und mir diese Niederlage zu ersparen. oben angekommen noch einmal eine pause, aß den letzten Riegel, wollte noch was trinken aber meine Wasserflaschen waren leer und ich hatte den Geschmack Astronautenschei .... noch bis zu Hause im Mund. So noch die Abfahrt bis zur Schnellstrasse, die lange Gerade von ca. 7 Kilometer und ich habe es geschafft. Auf der Abfahrt fuhr ich dummerweise an der Ausfahrt vorbei, musste wieder wenden und ein Teilstück des Berges weider hoch fahren, egla, irgendwie durchhalten und fuhr mit ca. 24 Kilometer mal wieder gegen den Wind die letzten sieben Kilometer nach Hause wo noch ein Steilanstieg zum Ferienhaus von ca. 60 meter auf mich warten. Den erklomm ich dann mit allem was ich noch hatte im Stehen, das sagt schon alles .... und war glücklich wieder zu Hause zu sein.
Ein Blick auf das Termometer verriet mir, es waren 35 Gard im Schatten und Schatten hatte ich auf der ganzen Tour keinen ...
Ich bewgte meinen "wehrlosen" Körper in Richtung Pool und liess mich reinplumsen in der Hoffnung nicht abzusaufen ...grins. und schwor mir nie wieder eine Tour bei so einem Wetter zu unternehmen.
Im kühlen Naß liegend musste ich an die Fahrer der Tour de France denken und dachte mir" Arme Schweine"!!!!!!!!
Insgemsat hatte ich fast 1400 Höhenmeter und 85 Kilometer zurück gelegt wovon ich ca. 35 Kilometer nur gegen den Wind ankämpfen musste..... shit happens |