14.05.2010
   
 
 
 
 
Nonnweiler - Orscholz 58 Km

Heute hatten wir mit geplanten 1220 Höhenmeter und 55 Kilometern die Nutellatour vor uns. Allerdings kam etwas anderes dabei heraus....Insgesamt fuhren wir 58 Kilometer und 1418 Höhenmeter.

Als wir morgens aus unserem Hotel schauten regnete es mal nicht, welch ein Wunder aber dieses hielt nicht lange an. Kaum saßen wir auf unseren frisch geputzten Bikes und es fing wieder an zu regnen. Es war genau so kalt wie am Vortag, so ca. 7 Grad kühl.

Kaum losgefahren mussten wir schon die erste grosse Steigung nehmen. Immer gergauf ging es in den Wald hinein. Durch den vielen Regen war es sehr schlammig und auf dem tiefen Boden war es äusserst schwierig voran zu kommen. Wir mussten mit viel Kraft in die Pedalen treten und konnten unseren geplanten Schnitt von 15 Kilometer in der Stunde leider nicht halten und fielen auf 12 Kilometer zurück. Unsere Beine waren vom Vortag auch noch geschwächt sodass es uns doppelt schwer fiel. Auf einer rasanten Abfahrt verloren wir auf einmal Dieter, er war wie vom Erdboden verschluckt aber dank unserer Handys hatten wir uns wieder schell gefunden. Über Kostenbach, Gehweiler in Richtung Steinbach ging es immer wieder durch die tiefen Wälder des Nordsaarlandes hindurch. immer wieder standen wir vor steilen Rampen, kurze Stiche die im tiefen Morast kaum zu fahren waren und die nutellatour fing an langsam weh zu tun und wir fingen mit dem Fluchen an... Nutellatour, dass ich nicht lache war immer wieder zu hören aber egal, jetzt mussten wir durch wenn wir nach Orscholz kommen wollten aber da waren wir noch lange nicht. In Weißkirchen angekommen hatten wir gerade mal 20 Kilometer absolviert und wir wussten dass mit Sicherheit noch einige lange Aufstiege bevorstanden zumal es nun ich Richtung Scheiden, dem höchstgelegenen Dorf im Saarland ging. 30 Kilometer nur durch den Wald hindurch brachten uns fast an den Waldkoller ... allerdings hatten wir immer wieder ganz tolle Trails die uns immer wieder etwas aufmunterten. Zwischendurch fuhren wir den Skulpturenweg, sahen die Monomentalen Römischen hügelgräber bei Oberlöstern waren allerdings waren wir froh als wir in Saarhölzbach am Vogelfelsen zum ersten Mal die ersehnte Saar von oben sahen. Ein gigantischer Anblick ... tief unter uns schnitt sich die Saar ihren Weg ins Gestein, nach kurzem Fotoshooting ging es sofort wieder weiter da es mal wieder zu regnen begann. In Saarhölzbach selbst überquerten wir die Saar und fuhren ein paar Kilometer am leinpfad entlang bevor wir in Keuchlingen abbogen und gleich einen herben Anstieg bewältigen mussten. Die ersten 150 Höhenmeter erklommen befanden wir uns abermals im tiefsten Wald, weit abgeschieden von der Zivilation und wir mussten uns wieder den Weg durch den "Urwald" bahnen. Wege waren das keine mehr, man konnte nur noch ahnen dass es hier und mal da weiter ging, ohne Navi wäre so eine Tour kaum machbar, oder man müsste eben an jeder Kreuzung halten und schauen wo es lang gehen würde allerdings müsste man sich viel besser vorbereiten ..

Wir hielten uns genau wie am ersten Tage mit sehr viel lachen immer bei guter Laune, und NEIN das schlechte Wetter konnte uns auch nichts an haben, wir trotzten allem.

So langsam fanden wir wieder Schilder und wir fuhren auf Orscholz zu. 4,9 Kilometer stand auf dem Schild, allerdings befanden wir uns mittlerweile auf dem Tafelweg und dieser war alles andere als gut zu fahren, die letzten Kilometer waren fast eine Qual, nur der schöne Trail hielt uns noch einigermassen am leben und so erreichten wir nach Trage- und Schiebepassagen doch noch Orscholz und kamen dort direkt an der Kurklinik aus dem Wald, nach kurzer Orentierung fanden wir recht schnell unser Unterkunft, die Pension Dreiländereck. Die Zimmer waren klasse eingerichtet, neues Bad, tolles Bett für wenig Geld. Noch dazu eine super freundliche Gastgeberfamilie deren Junge sogar abends noch ohne unser Wissen die Bikes säuberte..

Am Abend aßen wir noch lecker Pizza und den Abschluss machten wir in einer gemütlichen Dorfschenke wo wir ebenfalls mehr als freundlich bedient wurden. Gegen 23 Uhr fielen alle todmüde und glücklich in den Schlaf.

 
herrliche Pfade die zum surfen einluden
 
 
röm. hügelgräber bei Oberlöstern
 
 
 
 
 
 
vom rechten Weg abgekommen
 
mal wieder schieben
 
 
Premium Wanderweg bei Waldhölzbach
 
 
 
 
 
 
an der Grotte kann man auch beten .....
 
dass man auch wieder nach Hause findet ....gell Dieter
 
 
Vogelfelsen Saarhölzbach
Vogelfelsen
 
Überquerung der Saar bei Saarhölzbach