Heute lief in unserer gemütlichen Welt wohl etwas anders, entweder ist der Südpol an den Nordpol gerutscht oder eine andere schwere Naturkatastrophe hat unseren Reiner umgepolt.
Reiner war heute Gastgeber des Umtrunkes und somit auch verantwortlich für die Tourführung. Mittags per Mail noch mit ihm geflachst: „Heute wieder Asphalt rollen ....“ und er entgegnete: „Ja klar .... A 6 ....Stadtautobahn“ ....
Na, meine Laune ging mal grade in den Keller und ich überlegte schon die „Rennreifen“ auf mein Canyon aufzuziehen ......tat es aber dann doch nicht.
Nachmittags um 17 Uhr trafen wir uns dann bei Reiner, Thomas, Klaus und Christoph waren am Start um die Asphalttour abzureißen.
Klaus hatte etwas wenig Luft in seinem Dämpfer aber das war ja kein Thema denn Thomas P., der ja gleich um die Ecke wohnt hatte ja eine .... also wohl nur ein kurzer Boxenstopp, weit gefehlt, nach Minuten langem suchen in seinem Keller kam er wieder ergebnislos zurück. Die Pumpe war wohl in dem gut „sortierten Keller“ verloren gegangen.
Egal, musste Klaus eben ohne eingestellten Dämpfer los fahren. Ganz gemütlich ging es los in Richtung Flughafenstrasse wo Reiner mal testen wollte ob man am Flughafenzaun entlang bis zur Teerstrasse die um den Flughafen führt fahren konnte... man konnte ... danach führen wir die Teerstrasse bis in Höhe Pittersfeld, wo Reiner den Asphalt verließ und auf einen wenig befahrenen Wiesenweg fuhr der unterhalb der Teerstrasse bis hin zum Edelweißbrunnen führte, dort fuhren wir dann hinunter ins Ensheimer Tal weiter in Richtung Ehrenfriedhof und bogen dann kurz vor dem Friedhof links (Matzenbrunnen) ab. Nach dem Steilstück oben fuhren wir nicht wie sonst rechts sondern bogen links ab und kurz darauf fanden wir uns in einem Trail wieder, der zuerst leicht bergauf ging und dann auf einer Wiese endete, dort ging es dann rechts auf einem verschlammten Weg hoch wo wir oberhalb der Dorndorfhütte wieder auf eine Teerstrasse trafen. Ich kann mich noch erinnern, dass wir das Teil mal umgekehrt fahren wollten, da hörte ich aber nur Sprüche wie: Kann man nicht fahren, da geht es nirgendwo hin usw. ... damals wäre es noch bergab gewesen, heute eben schlammig und steil bergauf ...wie sich die Zeiten ändern ...., schon seltsam. Auf jedem Fall war es schon seltsam dass unser Asphalt- und BreiteWaldwegeschrubber Reiner solche Wege wählte, aber uns machte es sichtlich Spaß und wir blieben an seinem Hinterrad kleben. Nach etwa 200 Meter Asphalt, ging es wieder rechts ab in den Wald, Richtung Spinne, naja, Weg konnte man das auch nicht nennen.... umgeworfene Bäume, größere und kleinere Äste versperrten uns öfters den Weg.
Klaus fuhr heute fast durch jedes Wasserloch, auch auf diesem Schlammpfad, scheinbar wollte er sein Bike immer wieder mal vom Schlamm befreien was sich allerdings in einem ca. 30 cm tiefen Wasserloch als sehr schwierig heraus stellte und ihm fast noch die Füsse gewaschen wurden. Gell Klaus, do haschde Glick gehahd dass de nochemol raus kumm bischd ... fg.
Irgendwie kämpften wir uns wieder aus dem Wald und kamen genau an der Spinne heraus. So langsam fielen die Sprüche wie: Hey, Asphaltrowdy, was ist heute mit Dir los??? Schlamm, Trails und unwegsame Wege ... so gar nicht der Stil von Reiner.
Weiter gings dann in Richtung Hänsel und Gretel und was uns dort erwartete war kaum zu fassen. Noch vor einiger Zeit konnte man diesen Trail auch hoch fahren aber ich glaube das geht jetzt wohl nicht mehr.
Der Trail ist vom starken Regen so ausgewaschen sodass ein ca. 30 tiefer und schmaler Graben entstanden ist. Man kann diesen zwar teilweise umfahren aber da es morgens noch stark geregnet hatte rutschte man trotz Nobby Nic und Co doch in den Graben hinein und es mehr als schwierig sein Bike ohne Verlust des Schaltwerkes oder Sturz hindurch zu lotsen. Klaus, Thomas und Christoph schafften es ohne Verluste, Reiners Bike bockte auf dem Trail, blieb abrupt in einem tiefen Loch stehen und warf Reiner über den Sattel, er verblieb ohne größere Blessuren sodass wir es als sehr schade empfanden es nicht gesehen zu haben. Eigentlich wollte wir den Trail dann weiter bis Sengscheid fahren, doch hatte Klaus die blendende Idee den Trail etwas zu ändern und bei der Abfahrt links abzubiegen und uns einen neuen zu zeigen. Reiner willigte ein und ab gings nach links. Scheinbar war Klaus der vorfuhr den Trail wohl noch nicht sooft gefahren weil wir uns gleich darauf im Nirvana, mitten zwischen Tannen, Ästen und Gestrüpp befanden, das Zauberwort hiess in diesem Falle: VERFAHREN, shit happens, runter von den Bikes und irgend bergab und raus aus dem Wald. Wir befanden uns kurz vorm Asphaltweg von Bischmisheim Richtung Sengscheid unterhalb der Autobahnbrücke. Wieder sitzend auf unseren Bikes ging es unter der Brücke durch auf einen kleinen Trail der kurz darauf wieder von großen umgefallenen Bäumen unterbrochen wurde, runter vom Rad, wieder tragen und über Bäume springen, ich machte es Thomas gleich und folgte ihm mit dem Pech mit dem rechten Fuß in ein Schlammloch zu springen... Mittlerweile dachte ich, scheiss drauf, wir sitzen ja nachher bei Reiner .... lach ist ja „SEINE“ Tour und auch nicht mein Wintergarten den ich nachher zusauen sollte..grins.
Ausnahmsweise ging es dann auf einem breiten Waldweg auf dem immer wieder tiefe Wasserpfützen standen, dort probierte dann der ein und andere seine Mitstreiter nass zuspritzen was leider nicht immer so ganz klappte, kurz darauf bogen wir auf den steilen Trail der PUR ein und fuhren in Richtung Kleiner Stiefel. Doch Reiner hatte noch einen Trail im Petto... Trail???? Nee, das war kein Trail, das war Urwald pur. Der Sturm vor drei Wochen hatte seine Spuren hinterlassen, hier sah es aus wie nach einem Bombenangriff, der nasse Boden tat sein übriges ... Ein Baumstamm der in seiner Höhe eigentlich fahrbar ist wurde Thomas zum Verhängnis, das Hinterrad rutsche weg und er legte sich mal schön der Länge nach hin, auf dem Bild kann man das schön erkennen. Logischerweise wurde sofort abgelästert. Mit so ca. 3 Km/h die Stunde ging es mehr tragender weise weiter. Jeder suchte sich den Weg um Gestrüpp, Bäume, Abhänge usw. Ich lief mehr quer als vor und die Höhenmeter summierten sich mehr vom Bike hoch heben als vom Fahren ..grins.
Ab und wann konnte man sogar mal 50 Meter fahren ... gudd Reiner, eh Mordstrail haschde do gefunn .... aber nun kam der Hammer. Ein Baumkrone lag mitten auf unserem Weg, links davon steil bergauf, rechts davon noch ca. 30 Meter Baum und danach ??? keine Ahnung, soweit konnte ich nicht sehen. Die Baumkrone lag so tief dass man zuerst seinen Körper zwischen Erde und Baum (Ästen) durchquetschen musste und dann sein Bike über den Boden nachziehen musste, die Baumwand betrug etwa 5 Meter Durchmesser. Die Äste schlugen einem ins Gesicht, ans Knie, ans Bein und wohin auch immer. Klaus traute der Sache nicht und entschied sich den Baum zu entgehen und quälte sich das Bike tragend den steilen Abhang hinauf um sich dort einen Weg durchs Dickicht zu bahnen. Irgendwann war jeder mehr oder minder verkratz auf der anderen Seite angekommen. Zwischendurch war immer wieder lautes Fluchen zu hören, aber so richtig verstanden habe ich es nicht, hörte sich an wie Eierkobb, Volld... Hirnverbrannter usw .... aber wie gesagt, genau verstanden habe ich es nicht, war mir aber bewusst das Reiner damit gemeint war... lach.
Eeeendlich am Kleinen Stiefel angekommen fuhren wir noch zum grossen Stiefel hoch um diesen wieder fluchtartig über den Trail der PUR wieder verliesen. In Sengscheid fuhren wir dann über den Sportplatz von Oberwürzbach hoch nach Heckendalheim und fuhren gegenüber von der Gärtnerei über einen Trail zum Wittemann`s Steinbruch (da musste ich ca. ne gute Minute auf Euch warten .....) um dann nach Umrundung des Flughafens wieder in Ensheim zu landen.
Spruch der Tour war von Klaus:
Ich hatte bei der Tour mehr Dreck unter den Schuhen wie unter den Reifen
Fazit: Eine nicht alltägliche Abendteuertour mit dem MTB, wenn unsere Truppe ein Klassenbuch hätte würde heute der Vermerk erscheinen:
R. WENDEL: Aufstehen, setzten 6
Dieter und Thomas P. gesellten sich ebenfalls dazu, zuerst saßen wir im Garten und fachsimpelten über das mittlerweile Hautthema seit vier Wochen. Dieter Bike. Ein schönes Simplon Lexx Comp, das vier Wochen bei seinem Bikehändler in Saarbrücken(der auch Auto und Motorroller führt und verkauft) war und dieser nicht in der Lage war am Hinterbau 2 Lager zu sowie die Abstandsringe am Dämpfer auszutauschen. Einfach unglaublich wie viele Mal unser guter Dieter hier vertröstet, sagen wir mal eher verarscht wurde. Simplon hätte nicht geliefert, hätte falsch geliefert .....und bei Simplon hat Dieter auch nachgefragt
Am Mittwoch wurde es unserem Dieter dann zu bunt und nahm das Bike unrepariert zurück. Die Lager des Hinterbaus wurden bereits vom Händler ausgepresst, die Schraube wurde hierbei so sehr ausgefranst dass man sie weder zu und aufschrauben kann, hier muss eine neue her, die beiden neuen Lager hatte der Händler bereits und wollte sie Dieter für sage und schreibe 25 Euronen mitgeben, Dieter hat dankend abgelehnt.
Hallo FACHhändler:
Es ist schon dreist was hier an „Dienstleistung am Kunden“ vollbracht wurde. Wenn ihr gar keine Ahnung habe, dann verkauft lieber eure Auto statt Fahrräder .. Lasst es einfach!!!
Die fehlenden Teile sind bereits bestellt und werden morgen in unseren Händen sein, das Bike wird noch vor Sonntag fahrbereit sein. In drei Tagen ist alles erledigt was IHR nicht in VIER Wochen geschafft habt.
SO, und GENAU SO schafft man sich Freunde im Bikegeschäft und logo ... Wir tauschen unsere Erfahrung auch nicht mit anderen ......nee garnidd
Der Laden ist für unsere Truppe gestorben, schon vor Monaten haben zwei unsere Leute dem laden den Rücken gekehrt und macht es ein Dritter.
Es gibt keine bessere Werbung in eigener Sache!!!!!!
Danach würde es etwas kühl und Brigitte und Reiner baten uns in den Wintergarten und jetzt war es endlich soweit, Rache war angesagt. Thomas setzte sich genauso wie Christoph am die Holzbänke ohne ein Kissen zu benutzen, ich glaube die Hosen waren recht schmutzig, Nein, Eigentlich wollten wir die Kissen nicht schmutzig machen aber Brigitte hat uns überzeugt dass diese besser in die Waschmaschine passen als die schönen Holzbänke. Wir sind eben lernfähig.
Klaus machte es etwas cleverer, nahm sich ein Kissen um guten Eindruck zu schinden um jedoch dann im Fußbereich so ungefähr ein Kilo Dreck zu hinterlassen.... lach. Die Weizen wurde auch schneller getrunken als sonst, der Schaden sollte so hoch wie möglich sein ...lach
Es war noch ein schöner Abend gewesen und an die Tour werden wir noch alle lange denken. Bin gespannt ob der Südpol wieder da hin kommt wo er einmal war und sich somit Reiner wieder umpolen lässt.....
PS: Reiner, maule in den kommenden Jahren, sagen wir mal 10 an der zahl, nie wieder über andere Zeckentouren, das konnschde jetzt nimmeh bringe ....
Und zu guter letzt habe ich gerade noch ein Witz im Internet gefunden, Insider werden ihn verstehen. Das ist wirklich nicht von mir, steht wirklich im Internet drinne
Mobil mit ....! Egal ob Sie mit Fahrrad, Motorroller oder PKW unterwegs sind,
mit uns fahren Sie immer richtig!
Unser freundliches und kompetentes Verkaufs- und Service-Team ist gerne für Sie da und lässt Sie auch nach dem Kauf nicht im Regen stehen!
Übrigens sind wir das einzige Rock Shox Service- und Tuning-Center im Saarland!
Bussi
Das Bussi ist wieder von mir
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