10.07.2010 Rosas
   
 
 
 
 
St Peres de Rodes

Heute sollte es hoch zum Kloster gehen, einfach so, nachmittags um halb sechs hatte ich einfach Lust dazu, die grosse geplante Tour hatte bisher noch nicht statt gefunden, war bisher einfach zu heiss dazu.

zuerst war 5 Kilometer einrollen angesagt bis es dann langsam hoch zum Kloster ging, erst noch eine sanfte Steigung und nach einem weiteren Kilometer wurde es dann langsam steiler, lies sich aber trotzdem gut fahren. es waren kaum Auto unterwegs sodass ich den grössten teil der Strecke für mich allein hatte. ich konnte bis weit ins Tal schauen, über Rosas und Empuria Brava hinweg bis hinunter nach L`Escala, eben über die ganze Bucht hinweg. An einer schönen Serpentine wurde ich auf einmal von vier jungen Leuten angehalten, es war ein Filmteam gewesen das Werbeaufnahmen für Seat machte. Ein schwarzer Seat kam kurz darauf später um die Steilkurve geschossen, danach konnte ich weiter fahren, merke mir aber die Stelle genau da ich ja vor hatte später wieder die Strasse runter zu brettern.... Die Steigung zum Kloster wollte einfach nich enden, obwohl es ja nur insgesamt 8 Kilometer bis zum Kloster waren. Unterwegs traf ich noch vier Motorradfahrer die sich auf den Wanderwegen mit ihren Geländemaschinen vergnügten. Endlich war ich oben angekommen, machte noch ein paar Bilder, trank meine Flasche leer und freute mich schon auf die Abfahrt, 8 Kilometer lang den Berg runter sausen, einfach fantastisch. Sofort auf das grosse Blat geschaltet und natürlich hinten das kleinste ...LOL. Die ersten Serpentinen nahm ich noch mit grosser Vorsicht doch kurz darauf überkam mich der Rausch der Abfahrt und ich trat in den kurzen Geraden immer wieder in die Pedale, kurz darauf hatte ich einen VW Golf eingeholt, ich zog mich im Windschatten heran, und in einer engen Serpentine war es dann soweit, mit 50 Km/h an dem vorbei gebrettet und sofort wieder in die Pedale getreten um den Abstand zu vergrössern, eine Minute später war der Golf hinter mir verschwunden. Einfach geil schneller als ein Wagen zu sein, nun kam eine längere Gerade und ich schoss mit über 70 Kilometer den Berg hinunter, immer wieder musste ich dann in den Serpentinen kräftig abbremsen um die ideallinie der Kurve nicht zu verpassen, einmal schaffte ich dies nicht so wie ich wollte und ich sah mich mit einem weissen Wagen konfrontiert, ich hatte die Kurve zu eng angefahren und kam auf die Gegenfahrbahn, fast hätte es gekracht, ich konnte den Lenker gerade noch so weit herum reissen und konnte gerade noch so das Gleichgewicht halten und vermied dadurch üblen Teerkontakt. Der Wagen hupte noch wie wild aber ich glaube da war er schon an mir vorbei, es ging alles viel zu schnell. Den Schock noch in den gliedern fuhr ich die letzten beiden kilometer dann im gemässigten Tempo, war auch mein Glück weil eines der Motorräder die ich vorher traf am Strassenrand stand und als ich fast auf seiner Höhe war auf die Strasse fuhr und mich nicht gesehen hatte, so konnte ich noch einigermaßen gut abbremsen sodass auch hier ein Unfall vermieden werden konnte.

Es war trotzdem ein schönes Erlebnis auch mal mit dem Rennrad 500 Höhenmeter am Stück zu fahren, die durchschnittliche Steigung betrug heute7,4%. Ich fuhr die 5 Kilometer zum Ferienhaus zurück und belohnte mich mit einem Sprung in den Pool.

Heute traf ich leider keinen Rennfahrer mit dem ich hätte messen können, schade.