Leider konnten nicht alle Weizenbiker an der diesjährigen Abschlußfahrt teilnehmen. Okay, der Termin war auch nicht der Beste gewesen. 01. November 2008. Da machen die Familienväter in der Regel zuerst einmal ein Familientag. Dies traf in diesem Jahr unseren Tommi. Thomas U. hat noch genug mit seiner Renovierung zu tun, konnte ebenfalls nicht mitfahren. Steven hat vor kurzem erst Nachwuschs bekommen, ebenfalls ausgefallen. Unser Sepp hat eh jedes Wochenende viel Arbeit, Daniel wurde vor einer Woche erst operiert und unser Siggi hat Sonntags Kochdienst was ihm viel Spaß und Freude bereitet. Klaus hatte leider auch keine Zeit und somit mußte der Rest schauen wie sie alleine klar kamen.
Also machten sich die "Übriggebliebenen" Dieter, Christoph, Maike, Hans Werner und Andreas auf die Socken um in dem berüchtigen Bottenbach die Abschlußparty zu feiern.
Andreas konnte aus zeitlichen Gründen nicht mit dem Bike mitfahren, fuhr mit dem Wagen, sollte sich später aber als sehr nützlich heraus stellen.
Um abends frische Klamotten zu haben verstauten wir schon morgens um halb zehn unsere Rucksäcke und "Türkentaschen" in Andreas Fahrzeug. Geplante Abfahrt für die Biker war für 12.30 Uhr fest gelegt. Reiner hatte die Route nach Bottenbach ausgearbeitet, logischerweise nicht auf direktem Wege. Nein, die Route führte uns über Frankreich und zählte 55 Kilometer. Aber ........, bevor es überhaupt los ging gab es doch enorme Verzögerungen. Unser Jüngster im Team, unser Maike, war tags zuvor auf einer Ü30 Party und nachdem er erst um 03.30 Uhr nach Hause gekommen war fiel es ihm doch schwer seien Allerwertesten aus seinem Bett zu schwingen. Mit einem Anruf gegen 12.20 Uhr teilte er uns mit daß er etwas später zum Treffpunkt kommen würde, soweit okay. Leider mussten wir dann in der Kälte ausharren und wir bekamen kalte Füße und Händer, später mehr dazu!!
Als unser Maike dann endlich um 13.20 Uhr eintraf machten wir uns sofort auf die Socken, wir hatten Angst daß wir die letzten Kilometer in der Dunkelheit fahren mußten. Zwischenzeitlich hatte Dieter seine Lampen am Bike montiert und gegen 13.30 Uhr konnten wir mit einer Stunde Verspätung losdüsen.
Über Ormesheim und Wwittersheim und Reinheim gelangten wir ins nahegellegene Frankreich. Ab hier fuhr kaum noch ein Auto an uns vorbei, die Straßen waren wie leergefegt.
Weiter ging es über Obergeilbach, Rimling in Richtung Bettweiler, dort machten wir einen "Schlenker" und fuhren wieder Richtung Bottenbach. Unterwegs trafen wir kaum eine Menschenseele. Mittlerweise kamen wir zügig voran und wir hatten wieder Hoffnung unser Ziel im Hellen zu erreichen. Über Volmunser, Loutzviller und Rolbing kamen wir dann wieder an die Grenze zu Deutschland und wir waren in unserem Lieblingsbundesland, "bei den Pälzern" angekommen. Nun ging es nur noch bei Grosssteinhausen den Berg hoch und ein paar Kilometer weiter hatten wir unser Ziel, den Schnapskeller in Bottenbach ereicht. Insgesamt hatten wir 53 Kilometer und 857 Höhenmeter abgespult.
Schnapskeller Bottenbach oder wie Guildo Horn zu sagen pflegte "Wunder gibt es immer wieder", was jedem erzählt wurde, wurde hier Wirklichkeit. Das Weizenbier aus dem Faß kostete wirklich nur 1,60 Euro, Flaschenbier kostete schlappe 1,40 Euro.
Endlich konnten wir wieder lachen, bezogen sogleich unsere Zimmer, die für 20 Eureone wirklich hervorragend waren. Ein großes Doppelbett, eine sauber schöne große Dusche mit allem Komfort, als Schlüssel hatte man uns eine moderne Keykarte überreicht. Alles vom Feinsten und das für wie schon erwähnt 20 Euro. Am nächsten Tag sollte uns dafür noch ein Frühstück gedenzt werden, hierzu später mehr.
Andreas war mit seinem Wager 20 Minuten vor uns eingetroffen und wir konnten gleich unser Gepäck aus dem Wagen nehmen, warfen es in unsere Unterkunft und machten uns gleich auf, eines von diesen leckern 160 Euro billigen Weizenbiere zu testen. Wir konnten kaum glauben dass es für so wenig Geld so ein leckeres Getränk gab und testeten dies eben mehrfach.
Leicht angeschwipst beschlossen wir zuerst einmal zu duschen und anschließend von den RIESEN Schnitzel zu kosten. Kurz gesagt, noch schneller getan: "Hier ist Zeit Geld" kamen wir ein paar Minuten später wieder zurück und laabten uns wieder am Weizenbier. Kurz darauf bestellten wir uns Essen und was uns da geboten wurde entsprach genau dem was uns vorher so alles über den SChnapskeller von Bottenbach erzählt wurde. Riesenschnitzel kamen zum Vorschein. Unser "kleinster", der Maike verspeiste die Teile aber sco schnell als wären es nur Häppchen gewesen. Egal, Dieter meinte noch vor dem Essen, er hätte einen riesen Hunger, sein Teller kam, er meinte immer noch daß er ihn einfach so weghauen würde, aber weit gefehlt; zum SChluß liess er doch ein paar Krümel auf seinem Teller zurück.
Als wir dann mit dem Essen fertig und unsere Bäuche gut gefüllt waren musste der Schnaps dran glauben. Als Chris dann in einer Rundmal die nichtmitgefahrenen Weizenbiker zu einer kleinen Spende in Form einer Runde aufruf ließ keiner lange auf sich warten und gleich 5 dieser Weizenbiker wollte uns mit Rundenbier verwöhnen. Lecker waren sie gewesen aber alle Runden haben wir nicht geschafft. Wir hatten schon zuviel zum Weizenbier gefröhnt.
Zu späterer Stunde wand man sich mehr und mehr dem weilichen Geschlecht zu. Unser Playboy Maike machte sich sichtlich an unserer Bedienung Jessy zu schaffen. Diese war Bänkerin und jobte freiwillig seit Jahren im SChnapskeller. Als Maike so richtig schön am flirten war eröffnete Andreas unsere jessy daß er auch auf der Bank arbeitete, als die Jessy hörte war unser Playboy Luft und fühlte sich nun mehr zu Andreas hingezogen. Nach einem ausführlichen Gespräch mit Andy musste sie allerdings wieder ihrer Arbeit nach gehen und uns wieder mehrere Weizenbiere servieren.
Unser Maike hatte dann ein übles Schicksal, er landetete dann mit mir im Doppelbett, grins!!
Okay, man wird hier denken wir waren nur auf Anmache aus aber so war es natürlich nicht. Unsere beiden Extremtourer Hans Werner und Dieter machten zum Beispiel Bekanntschaft mit einem absoluten Überflieger des Bikegeschäftes. Dieser erklärte Ihnen in kurzen Worten daß er an einem Tag schon 19000 Höhenmeter absolviert hatte, ich wiederhole "19000". Als sie ihm dann die Chance gaben daß er sich vielleicht versprochen haben könnte, wiederholte er: Nein, es waren 19000 HM.
Der Junge, schlimmerweise Saarländer wird wohl zu Hause das Bike mit einem Helikopter oder ähnlichem verwechselt haben, seis drum, er glaubte an sein 19000 Hm, wir allerdings nicht und stuften ihn dann vom Saarländer zum Pälzer herab.
So gegen 24 Uhr machte sich dann die allgemeine Müdigkeit breit und man zahlte seine Zeche.
Hier ein kleines Beispiel von einem Weizenbiker:
10 Weizenbier a 1,60 Euro macht 16 Euro
1 Rahmschnitzel der etwas grösseren Art a 7,5 Euro
eine Sechserrunde Schnaps a 3,60 Euro
machts zusammen: 27,10 Euro - plus irgendwas an Trinkgeld machts knappe 30 Euronen!
Man kam sich vor wie zu "Kaiser Irgendwas" Zeiten und zog gemütlich von Dannen um in sein Schlafgemacht zu kommen. Als wir die Zimmer am frühen Abend bezogen war es merklich kühl gewesen. Christoph programmierte im Bad die Heizung auf vollePulle, sollte sich eigentlich nach 45 Minuten wieder abschalten, Maike schob den Regler der Heizung auf 6 hoch was zum Endeffekkt führte dass wir gegen 24 Uhr eine Sauna in unserem Zimmer vorfanden, wir rissen alle Fenster auf, doch die Gluthitze hielt sich bis früh in den Morgen.
Das Frühstück war für 8 Uhr morgens, die Abfahrt für 9 Uhr geplant. Pünktlich saß jeder morgens am Frühstücktisch und lies sich Nutella, Wurst in allen Variationen, Käse, Eier, Kaffe und Orangensaft schmecken.
Irgendwie bekamen wir die Sache nicht ganz in den Griss. Wie funtionierte das alles???
Ein WEizen 0,5 Ltr. für 1,60 Euro
RIESENSCHNITZEL für 7,50 Euro
Zimmer mit Sauna, Frühstück vom Feinsten für 20 Euro
Es geht kann ich nur sagen und wie??? Die verkaufen die Flasche Minaralwasser gegen "Nachbrannt" einfach für 4 Euronen, scheinbar wird hier der Reibach gemacht oder einfach nur die Menge macht es aus, die Hütte war nänlich schon Nachmittags beim Bayernspiel richtig gut gefüült.
Mansche Leute komen sogar einfach nur aus den Nachbardörfern um sich einfach nur weg zu klatschen, einfach merkwürdig. Die ganze Dorfjugend aus der Umgebung macht hier ein Warm Up um etwas Geld zu sparen bevor es in die Dorfdisco geht. Egal, die verdienen und wir hatten keine so hohe Kosten und der Service stimmte in allen Bereichen.
Morgens war dann für 9 Uhr die Abfahrt nach Ensheim geplant, mit leicht Verspätung brachen wir dann gegen 9.15 Uhr auf. Zuerst waren alle sehr ruhig, kaum einer redete weil es zuerst einmal den Berg hoch ging. Als dann die Promillezahl etwas sank fuhr man im schnellen Tempo gen Heimat. Zum Schluss hatten wir 40 Kilometer und 684 Höhenmter vernichtet. Unser Rennradfahrer, Namen will ich hier keine nennen, tat sich auf den letzten Meter auch etwas schwer sodaß die MTB ler doch etwas weiter vorne lagen.
Tja, nidd nur dringe, ach faare, soll das Moddo häsche!!
Zum Abschluß waren wir noch beim Kreta und berichteten ihr über dieses Bottenbach, das Lichtenstein der Palz!!
Aus unn SChluß!!
Fazit: Sollte ich irgendwann mal Hartz 4 Empfänger werden verlege ich meinen Wohnsitz nach Bottenbach!!
Dord konnschde Leewe in Saus und Braus !! |