Biken? Wandern? Bergsteigen oder was war DAS heute?
Eigentlich wollte ich heute den Berg hoch um eine saubere Trailabfahrt zu haben ….
Erst mal ging es heute wider über schweres Gelände in Richtung Vilajuiga, dabei fand ich einen netten Trail mit Anliegern de wohl von der hiesigen Welt für Motocrossfahrten benutzt wird, ein par Minuten später ging es dann wieder auf rauhem Terrain ein paar meter bergauf und ich kam auf die Strecke vom ersten Tag. Der folgte ich bis ich auch wieder die Asphaltstrasse nach Peres de Rodes erreichte, schaltete auf einen grossen Gang und erklomm so in ganau 30 Minuten 410 Höhenmeter, oben angekommen machte ich erst mal Pause, trocknete mein Shirt über dem Bike und genoss die herrliche Aussicht auf die Bucht von Rosas, traumhaft blau schimmerte das Merr herüber und ich freute mich noch mehr auf die Abfahrt, heute wollte ich zu der kleinen Kapelle die oberhalb von Palau Saverdera auf den Fels gebaut wurde. Beim letzten Mal nahm ich ab hier einen falschen Weg und landete auf einem für mich unfahrbaren Wanderweg. Heute war ich aber besser gewappnet und fand ihn auch sofort, ein herrlicher Höhenweg dem ich Richtung Meer folgte. Immer wieder ging es auf und ab allerdings nicht steil, der Weg hatte einen schönen Flow. Nach ein paar Fotostops kam ich an eine Bettonpiste die steil rechts zur Kapelle abbog, der folgte ich, dummerweise hab ich dort nicht beachtet ob der Weg den ich bislang gefahren war dort oben irgendwo weiter geht….
An der Kapelle machte ich noch einmal eine kurze Rast um mich auf die Abfahrt vor zu bereiten…. Den Trail konnte ich so ca. 100 Hm unterhalb der Kapelle sehen, sah fluffig aus von hier oben, den Rest konnte ich leider nicht sehen da man nicht um die Kapelle herum gehen konnte da sie quasi auf einem Feldvorsprung stand.
Also nahm ich mein Canyon und brettete zuerst einmal die breiten Steinstufen hinunter, sofort danach begann der Trail hinunter nach Palau, erst mit schönem Flow gerade aus, dann wie aus dem Nichts eine verblockte Kehrtwende nach rechts, mit ein wenig Glück und leichtem versetzen des Hinterrades meisterte ich gerade so die Kehre, keine 10 Meter kam eine Linkskehre, auch die wurde auf gleiche Weise gemeistert. Ich freute mich wie ein klein kleines Kind …. Der Trail war klasse wenn auch sehr schweirig für mich zu fahren … hatte ich doch gerade etwas gelernt mein Hinterrad zu versetzen, zwar klappt das bei weiten noch nicht perfekt aber es half mir hier schon ungemein…
Mittleierweile durfte ich gerade mal so 40 – 50 Hm vernichtet haben, wenn überhaupt und vor mir tauchte die dritte Serpentine auf ….. was ich hier sah??? Scheisse im Quadrat dachte ich, die schaffst Du nie dachte ich, fuhr langsam der kehre entgegen, suchte die Falllinie, fand sie auch recht schnell aber das war jetzt zu heftig für mich…. Und ich machte was man eigentlich nicht machen sollte … mittendrin abrechen … Haha. .. ich war genau in der Falllinie drin und wollte aussteigen … ein blöder Gedanke, wirklich blöde …. Gott sei Dank stand auf der linken Seite ein Gebüsch das weder aus Stein und Dornen war in das es mich zerlegte … Glück gehabt, nicht mal ein Kratzer hatte ich abbekommen … mein Schutzengel saß wohl auf dem Sattel drauf …. Während ich das stehend meistern wollte …
So, und ab hier war Schluss mit lustig …. Ich musste mein Bike schieben, teilweise sogar tragen.. Der Trail offerierte jetzt nur noch Geröll, Steinplatten oder Felsen mit tiefen Drops dazwischen, teilweise mit einem Meter und mehr, da ich auch andere weiß ich da hätte man mit Wanderschuhen und auch ohne Bike Probleme gehabt wo man seinen Fuß hinsetzen tut … Egal, ich musste da runter, der Punkt of no return war längst überchritten, Der Pfad war jetzt so eng dass ich andauernd mit dem Bike irgendwo hängen blieb. Wo blieb nur der schöne Trail den ich von oben gesehen hatte??? Rgendwie war der verschwunden, weitere hundert Höhenmeter hatte ich mich inzwischen nach unten geschafft als ich ihn endlich vor mir sah… den Flowtrail, WOW, so liebe ich sie …. Schwing mich auf Bike und folgte ihm weiter berg ab….ganze 50 Meter konnte ich ihn dort fahren, danach erwartete mich wieder das gleiche wie oben … verblockt, verblockt und noch Mal verblockt … kacke …dachte ich und stieg abermals vom Bike … es vergingen weitere Minuten mit Schieben und Tragen .. Palau war mittlerweile in greifbare Nähe gerückt aber fahrbahr war hier nichts ..erst den letzten Kilometer konnte ich wieder fahren … Enttäuscht aber doch glücklich wieder im Reich der Normalos zu sein fuhr in in Palau Saverdera ein … Die Häsuer in den kleinen Gassen spendeten schatten und ich rollte langsam den Berg hinab als dann noch zu allem übel so eine kleine schwarze Töle bellend auf mich zuschoss, ich trat in die Pedale und das Vieh verfolgte mich auch noch mit lautem Bellen durchsetzt mit heftigem Knurren … Erst wollte ich anhalten und der Töle eins überbraten aber der nicht besonders nett aussehende Einheimische am Straßenrand hielt mich davon ab, nach weiteren 50 Meter machte das Vieh schlapp und ließ von mir ab…. Einen Schrecken hatte ich trotzdem….
Als ich wieder am Ferienhaus zurück war fiel mir ein dass ich von der Kapelle aus auch einen Weg gesehen hab der weitaus breiter hinunter führte und auch nicht im 90 Grad Winkel sondern in geanz bequem aussehenden Serpentinen … Na, den werde ich auch noch finden … irgendwann kenn ich mich auch hier auch ….
Trotzdem schade für heute, weil ich eben die Berge gern rauf fahren um auch wieder runter zu fahren und nicht zum Bikewandern … Der Fimbapaß in den Alpen ist ein Kindergarten gewesen … das sollte alles sagen.
|